artistunderground  

recommended reading & content

https://www.anbruch.info/ueber-das-wahre-im-wirklichen/

 

 

 

 

Colliding Worlds: How Cutting-Edge Science is Redefining Contemporary Art 

by Arthur I. Miller, 2014

https://www.amazon.co.uk/gp/buy/payselect/handlers/display.html?hasWorkingJavascript=1

 

 

 

 

On Freedom: Technology, Capital, Medium

by Peter Trawny 

 

https://www.amazon.co.uk/dp/B0777Z2WVR/ref=dp-kindle-redirect?_encoding=UTF8&btkr=1

How do we challenge the structures of late capitalism if all possible media through which to do do is inescapably capitalist? This urgent political question is at the heart of Peter Trawny's major new work. With searing precision Trawny demonstrates how our world has become wholly determined by technology, capital, and the medium. In this world of the TCM, we universal subjects remain in a state of apathy that is temporarily punctuated, but also reinforced, by the phantasmatic dream of difference offered us by the Hollywood machine. Our sole motivation is to gain money and the power it brings. The only meaningful difference in the world of the TCM universal is the difference between wealth and poverty. Freedom here is then the freedom to dispose of things (particularly technological objects) and to gain pleasure. It makes our relation to our surroundings essentially touristic, and our relation to the earth an essentially exploitative one. The notion of personal or societal freedom has never been more controversial or, seemingly, more far from our grasp. While exploring in details the difficulties we face in our attempts to be free, Trawny builds an almost Utopian vision of how to break out of the mediums in which we operate and experience a new kind of freedom both one of intimacy, and one through philosophy. An ambitious and lively yet completely rigorous work, this book offers a fascinating vision of how to live and live well.

Lesenswerte Kundenrezension der deutschen Ausgabe obigen Buches auf Amazon.de :

Unzeitgemäßes Lob der Philosophie

Martin Kasperzyk

12. August 2015

Der Philosoph Peter Trawny raubt uns in seinem hervorragenden Buch endgültig die Illusion. Die Illusion, wir seien frei und hätten eine Alternative zur gegenwärtigen Welt der Technik und des Kapitals. In seinem Buch unternimmt Trawny den hellsichtigen Versuch unsere Zeit im Hegelschen Sinne auf den Begriff zu bringen. Er zeigt, dass unsere Zeit durch die technisch-mathematisch-kapitalistische Topologie gepägt ist, und zwar vollständig. Es gibt in der Welt nichts neben ihr. Wer glaubt, sich vor ihr in seinen kleinen privaten Bereich retten zu können, irrt. Wer glaubt, es gäbe verwirklichbare Alternativen, der irrt ebenfalls.

Und Trawny vermutet, dass sich diese Topologie eines Tages selbst durch eine apokalyptische Revolution oder Prozesse, die sich schon ankündigen, wie Hunger, Not, Umweltkatastrophen etc. selbst zerstören wird.
Der Mensch, so Trawny, wird vollkommen aufgesaugt von der technisch-kapitalistischen Welt, oder wie der Autor es nennt, von dem Universal TKM. Zu dieser umgreifenden Topologie unseres modernen Lebens gibt es schlicht keine Alternative, sie determiniert unser gesamtes Leben. Jede Kritik daran ist daher anachronistisch und wird noch von dem technisch-kapitalistischen Universal integriert. Anachronistische Positionen stützen sich auf Mythen, Legenden und Narrative. Als Beispiel nennt der Autor den verlogenen Dschihadisten, der das Internet zu nutzen weiß und meint es gäbe eine bewohnbare religiöse Welt. Religion als Institution ist anachronistisch. Jedoch braucht die technisch-kapitalistische Welt den Anachronismus als nützliche Nebenrolle.

In unserer Zeit sehen wir also die totale Mobilmachung des technisch-kapitalistischen Bereichs zu einer umfassenden Topologie, in dem das Selbst als freies enteignet wird. TKM ist eine Bewegung, in der sich unsere Welt entfaltet und organisiert. Sie ist universal, pragmatisch, auf Perfektion, Wachstum und absolute Präsenz ausgerichtet. Alles was geschieht in diesem Universal TKM, das den Rang Gottes in der Welt einnimt und beansprucht.
Besondere Merkmale dieses technisch-kapitalistischen Universals ist nicht die Qualität, sondern die Quantität. Die Zahl prägt das Leben und äußert sich als Gewinn, Profit, Fortschritt, das Neue, Ranglisten etc.. Geld ist der Kernwert der TKM und Wohlstand ist der allgemeine Konsenz, um den sich alles dreht. Die Politik wird pragmatisch, die Rolle von Mythen und Religionen verblasst und der Tod wird normalisiert. Es herrscht der universale Utilitarismus. Ethische Akzeptanzschwellen etwa werden nach unten gedrückt. Alles technisch Machbare dessen, was der Mensch begehrt, wird auch gemacht. Der Mensch kann sich verwirklichen nur in diesem TKM-Raum, so dass sich die Lebensziele auf einen überschaubaren Raum beschränken.

Dieser alles beherrschenden realen Welt steht nur ein einziger Bereich entgegen: es ist dies die poetische Topologie der Intimität, die innere Welt des Menschen, aus der Liebe, Freude, schöpferische Kraft entsteht. In der Intimität erfahren wir das Echo einer anderen, vergangenen Welt. Diese kann sich aber - selbst weltlos - zur realen Welt nur polemisch verhalten. Intimität kann unsere Welt nicht sprengen, sie wird vielmehr von ihr vereinnahmt im Erfolg.
Trawnys Buch ist ein gelungener Versuch hinter die Fassade unserer Welt zu schauen. Was er philosophisch aufdeckt, kann einen schwermütig berühren, wenn man den klaren Verlauf, die stabile Kontinuität der TKM-Welt und die drohenden apokalyptischen Folgen sieht.
Er reflektiert zugleich, dass das Denken medusenhaft ist. Wir begehren so sehr das Andere. Doch dann müssen wir sehen, wie es (umgesetzt in Realität) zum immer selben Stein erstarrt.

Was folgt aus allem?
Die technisch-kapitalistische Welt ist unser Schicksal, von dessen Fesseln wir uns so wenig befreien können, wie Kapitän Ahab in Moby Dick von den Stricken am Wal. Eine reale Alternative kann ausschließlich aus dem Bereich der Intimität, der individuellen Persönlichkeit und Besonderheit des Menschen, in der der Mensch allein Tiefe hat, kommen. Solange es diese Intimität etwa Philosophie, Religion, Liebe gibt, existieren Menschen mit einer Biographie, die sich differenzieren und eine andere Welt in Gang setzen können. Vielleicht wird Philosophie, die seit Platons Höhlengleichnis einen transformatorischen Charakter hat, den Menschen hierzu in Bewegung bringen.
Wahrscheinlich ist aber auch, dass es diese Alternative nur geben kann unter ungeheueren Geburtswehen, weil die technisch-kapitalistische Welt als Universal nicht kampflos das historische Feld räumen wird. Auch hier sollte man sich keine Illusionen machen.

Notes on the Death of Culture: Essays on Spectacle and Society 

 Alles Boulevard: Wer seine Kultur verliert, verliert sich selbst

von Mario Vargas Llosa  (Autor), 

 

In the past, culture was a kind of vital consciousness that constantly rejuvenated and revivified everyday reality. Now it is largely a mechanism of distraction and entertainment. Notes on the Death of Culture is an examination and indictment of this transformation—penned by Mario Vargas Llosa, who is not only one of our finest novelists but one of the keenest social critics at work today.

Taking his cues from T. S. Eliot—whose essay “Notes Toward a Definition of Culture is a touchstone precisely because the culture Eliot aimed to describe has since vanished  Vargas Llosa traces a decline whose ill effects have only just begun to be felt. He mourns, in particular, the figure of the intellectual: for most of the twentieth century, men and women of letters drove political, aesthetic, and moral conversations; today they have all but disappeared from public debate. A necessary gadfly, the Nobel laureate Vargas Llosa provides a tough but essential critique of our time and culture.

deutsche Edition:

Was einmal Kultur war, ist heute Spektakel, ein kunterbunter Amüsierbetrieb, leerer Lärm. Doch wie ist es dazu gekommen? Und was können wir dagegen tun? In seiner fulminanten Gegenwartsanalyse zeichnet Mario Vargas Llosa einige der tiefgreifenden gesellschaftlichen Veränderungen der letzten Jahrzehnte nach und findet Gegengift in überraschend vitalen Tugenden. 

Der totale Boulevard, die Dreistigkeit der Politik, die frivole Banalisierung nahezu aller Lebensbereiche – Kultur wird heute systematisch verramscht. Und zwar als Folge eines Prinzips, über das weltweit Einigkeit zu herrschen scheint: dass Unterhaltung und Spaß unser allerhöchstes Gut zu sein hätten. Pointiert, leidenschaftlich und ohne Scheu vor hartkantigen Überzeugungen setzt sich der Nobelpreisträger und Weltbürger mit den vielgestaltigen Manifestationen dieser Tendenz auseinander – wachen Blickes streift er durch die Galerien und Museen, liest die Bücher und Illustrierten, sieht Fernsehen und Serien, schaut den Politikern auf die Finger. Und Vargas Llosa sondiert die Möglichkeitsbedingungen einer alternativen Haltung. Gegen das Primat der gängigen globalen Zerstreuungskultur setzt er so Anspruch und Wertebewusstsein, gegen die grassierende Beliebigkeit eine Idee des Kanons, gegen die ideologischen Formatierungen durch »political correctness« ermutigt er zu Reflexion und geistiger Autonomie. »Alles Boulevard« ist ein so unbequemes wie notwendiges Buch, das ganz zur rechten Zeit kommt.

 

 

FGPh-Vortrag Promotionsprojekt von Lars Hartmann:

Kunst nach dem Ende der Kunst? 

http://fgph.de/2019/02/03/fgph-vortrag-von-lars-hartmann-kunst-nach-dem-ende-der-kunst-am-06-02-19-um-18-uhr-c-t-u2-00-25/

 

[...] wird es um ästhetische Fragen gehen, genauer gesagt um „Kunst nach dem Ende der Kunst? Hegels Vergangenheitscharakter, Adornos Wahrheitsgehalt und die Verfransung der Künste“. Lars Hartmann stellt uns sein Promotionsprojekt vor.

Kaum dass im ausgehenden 18. Jahrhundert die Kunst als autonom sich etablierte, wurde sie zum Beginn des 19. Jahrhunderts in wenigen Sätzen wieder vom Thron gestoßen. Das geschah in Hegels Einleitung zu den „Vorlesungen über die Ästhetik“: Die Kunst, so Hegel, ist ihrer höchsten Möglichkeit nach ein Vergangenes. Es etablierte sich damit ein Gerücht über die Kunst, das insbesondere bei den Avantgarden des 20. Jahrhunderts wie auch in den ästhetischen Theorien wirkungsmächtig wurde und einen umfassenden Diskurs über die Kunst stiftete: Nämlich die Figur ihres Endes bzw. in Hegels Worten ihr „Vergangenheitscharakter“. Was bei Hegel noch als Verlust ihrer Substantialität gehandelt wurde, wird in der Moderne des 20. Jahrhunderts teils zur Krise der Kunst – zumindest in der Sicht der ästhetischen Theorie. Kunst macht zwar weiter, aber unter heiklen Bedingungen. Die Fortschrittspirale gerät zur Wiederholungsschleife, es geschieht das Unvermeidliche, das nämlich, was Peter Bürger das „Altern der Moderne“ nannte. Diese Dialektik von Weitermachen und Endspiel stellt insbesondere Adorno in seiner Ästhetik heraus. Termini wie Spannungsverlust und „Verfransung der Künste“ stehen für diese Krisendiagnose im Zeichen der Spätmoderne. Vor dem Hintergrund der Ästhetik Adornos und mit Blick auf Hegels These vom Vergangenheitscharakter sollen die Möglichkeiten wie auch die Grenzen der Kunst gezeigt werden. Dazu gehört einerseits die Vernutzung von Kunst durch die Mechanismen der Kulturindustrie und ebenso das, was von Adorno als Formproblem angesprochen wird und bei ihm als nominalistische Situation firmiert: Zur Verbindlichkeit wurde, dass in der Kunst nichts mehr verbindlich ist. Einen Einblick in dieses Krisenszenario will dieser Vortrag geben.

 

 

CAN ONE MAKE WORKS OF ART WHICH ARE NOT 'OF ART'?

https://www.spikeartmagazine.com/en/articles/can-one-make-works-art-which-are-not-art

 

Roundtable with Simon Denny, Alexander Koch, Natascha Sadr Haghighian, and Kolja Reichert at Spike Berlin, January 2015

It has become an all too common cliché that in Post-Fordism, everyone from brokers to Uber drivers is employed under the model of the artist. Over and over, you hear that the boundaries between art, pop and creative industries are blurring. In the last Spike Roundtable, even the distinction between art and Instagram was dismissed. But things can't be quite that simple.

Yet it's hard to ignore the impression that artworks increasingly seem like props or proxies, with no friction to their circulation and thus no longer producing difference. Let's try to position the potential of artistic practice anew: What sets the artist apart from the non-artist? What sets the art object apart from other objects? With what strategies do artists resist the transformation of art into content?

 

Hanno Rauterberg: Soll Kunst politisch korrekt sein? 

SRF Sternstunde Philosophie

https://www.youtube.com/watch?v=Aol6jP-3Nlw

 

 

 

 

Can Art fight Fascism?

Justin Kaushall considers Adorno's argument that radical art radically changes consciousness

https://philosophynow.org/issues/129/Can_Art_Fight_Fascism

 

 

 

Speech against Fascism

by T.W. Adorno

 

"The present thinkers believe that it is up for the people to decide whether this country goes fascist. It is assumed that the knowledge and the nature and the extent of anti-democratic potentials will indicate programmes for democratic action. These programms should not be limited to devices for manipulating the people in such a way that they behave more democratically, but they should be devoted to increasing the kind of self-awareness and self-determination that makes any kind of manipulation impossible."

 

https://www.youtube.com/watch?v=Fs7Y9ysJIHg

 

Das Versprechen der Kunst: Aktuelle Zugänge zu Adornos ästhetischer Theorie

https://www.amazon.de/Das-Versprechen-Kunst-Aktuelle-

On the Necessity of Art's Exit from Contemporary Art

by Suhail Malik (Author), Paperback, 9 Sep 2016

"Contemporary art's shortcomings are increasingly evident, hence the continued efforts to escape art as we know it: the now-familiar emphases on public participation, non-art, smuggling, deterritorialisation, inbetween-ness, eventhood, indeterminacy... Yet these efforts simply perpetuate and entrench the very limitations of art they seek to overcome. In his closely-argued book, Suhail Malik documents how, as the expanded field of contemporary art became increasingly attractive to those seeking egress from conventional power structures, it also developed into an apparatus that systematically deprives its actors of any real agency in the world. In order for art to have substantial and credible traction on anything beyond or larger than itself, it is necessary decisively to exit contemporary art-and therefore to renounce contemporary art's logic of escape. But what could this art other to contemporary art's paradigm of escape be? What new kinds of social structure and distributions of power would support it? On the basis of a forceful analysis of the deadlock in contemporary art today, this book sets out the parameters for a new conceptualization of art's agency in the world of tomorrow."

After the End of Art: Contemporary Art and the Pale of History

The A. W. Mellon Lectures in the Fine Arts.

Paperback – 29 Nov 1998

by Arthur C. Danto

Over a decade ago, Arthur Danto announced that art ended in the sixties. Ever since this declaration, he has been at the forefront of a radical critique of the nature of art in our time. After the End of Art presents Danto's first full-scale reformulation of his original insight, showing how, with the eclipse of abstract expressionism, art has deviated irrevocably from the narrative course that Vasari helped define for it in the Renaissance. Moreover, he leads the way to a new type of criticism that can help us understand art in a posthistorical age. [...] Traditional notions of aesthetics can no longer apply to contemporary art, argues Danto. Instead he focuses on a philosophy of art criticism that can deal with perhaps the most perplexing feature of contemporary art: that everything is possible.

The Society of the Spectacle 

by Guy Debord, Zone Books, New York, 1994. Originally published as ‘La société du spectacle,’ Buchet Chastel, Paris, 1967.

The Language of the New Music, Documentary about Wittgenstein and Schoenberg, 1985

https://www.youtube.com/watch?v=DRI_ZSh6iF4

The Fate of Art

Aesthetic Alienation from Kant to Derrida and Adorno

J.M Bernstein, Polity Press, 1992

Bernstein argues that our experience of art today is conditioned by the loss of the truth-function of art. With the growth of modern science and technological reason art is relegated to a separate and autonomous domain of the aesthetic. This condition of 'aesthetic alienation' - the raging discord between art and truth- is one of the most perspicious signs of the fragmentation of modernity.

An excellent summary: The Culture Industry

https://www.youtube.com/watch?v=s9cRrQTJZ_c&feature=youtu.be

The Culture Industry 1944

Theodor W. Adorno

The creation of the Frankfurt School of critical theory in the 1920s saw the birth of some of the most exciting and challenging writings of the twentieth century. It is out of this background that the great critic Theodor Adorno emerged. He argued that the culture industry commodified and standardised all art. In turn this suffocated individuality and destroyed critical thinking. At the time, Adorno was accused of everything from overreaction to deranged hysteria by his many detractors. In today's world, where even the least cynical of consumers is aware of the influence of the media, Adorno's work takes on a more immediate significance. The Culture Industry is an unrivalled indictment of the banality of mass culture.

The Frankfurt School 1920s

The term culture industry (German: Kulturindustrie) was coined by the critical theorists Theodor Adorno(1903–1969) and Max Horkheimer (1895–1973), and was presented as critical vocabulary in the chapter "The Culture Industry: Enlightenment as Mass Deception", of the book Dialectic of Enlightenment (1944), wherein they proposed that popular culture is akin to a factory producing standardized cultural goods—filmsradio programmes, magazines, etc.—that are used to manipulate mass society into passivity.[1] Adorno and Horkheimer theorized that the phenomenon of mass culture has a political implication, namely that all the many forms of popular culture are parts of a single culture industry whose purpose is to ensure the continued obedience of the masses to market interests. Horkheimer and Adorno argue that mass-produced entertainment aims, by its very nature, to appeal to vast audiences and therefore both the intellectual stimulation of high art and the basic release of low art. The essay does not suggest that all products of this system are inherently inferior, simply that they have replaced other forms of entertainment without properly fulfilling the important roles played by the now defunct sources of culture.[Horkheimer and Adorno make consistent comparisons between Fascist Germany and the American film industry. They highlight the presence of mass-produced culture, created and disseminated by exclusive institutions and consumed by a passive, homogenised audience in both systems.[6] This illustrates the logic of domination in post-enlightenment modern society, by monopoly capitalism or the nation state.[7] Horkheimer and Adorno draw attention to the problems associated with a system that 'integrates its consumers from above', arguing that in attempting to realise enlightenment values of reason and order, the holistic power of the individual is undermined.[8] Horkheimer and Adorno contend that industrially produced culture robs people of their imagination and takes over their thinking for them. The culture industry delivers the "goods" so that the people then only have left over the task of the consuming them. Through mass production, everything becomes homogenized and whatever diversity remains is constituted of small trivialities. Everything becomes compressed through a process of the imposition of schemas under the premise that what's best is to mirror physical reality as closely as possible. Psychological drives become stoked to the point to where sublimation is no longer possible.

The aims of the culture industry are—as in every industry—economic in nature. All endeavors become focused on economic success. As for discovering the causes of the development of the culture industry, Horkheimer and Adorno contend that it arises from companies' pursuit of the maximization of profit, in the economic sense. However, this cannot be said to be culture, or what culture is supposed to be. It can only be described as being a form of commerce, just like any other kind of commerce.

A Passionate Plea Against The Democratisation Of Art

​Konrad P. Liessmann's (philosophy & ethics, University Vienna) passionate plea against the democratisation of art in his speech at the opening of the Music Festival in Salzburg in 2016: 

(we highly recommend reading the full text - use Google Translate for a translation from the original in German):

http://www.salzburg.com/nachrichten/spezial/festspiele/salzburger-festspiele/sn/artikel/rede-zur-eroeffnung-der-salzburger-festspiele-von-konrad-paul-liessmann-im-wortlaut-206882/

​​

"[...] the democratic impulse which attempted to expand art ended up corrupting it in the process. The relaxed gesture of social pedagogy to declare everything art and everyone an artist, to not exclude anyone at any cost, as well as the exhausting obtrusiveness with which everyday objects are given new contexts in museums, and the ordinariness of the everyday world is stylised as art, are not heroic acts of delimitation, but a misunderstanding which fails to see that the fascination of art lies in an unrelenting aspiration for a success which cannot be asked of daily life nor be forced from it. [...] 

All the well-meaning, yet uncritical attempts to democratise art and to declare pretty much everything an expression of culture, is after all nothing but an aesthetic populism which raises false hopes. Art today - more than ever- demands an immersion in a different world, a world which is concerned with precision, attention, concentration, dedication, effort and self-forgetfulness - all of which are attitudes that run counter to the combination of laziness and egomania to which we are normally encouraged to adhere to [in the contemporary art world]."

Modern Culture loathes Complexity

"[...] modern culture loathes complexity. Populism – the claim that there are easy answers to difficult problems – is surging around the world. Build a wall, leave the EU, ignore doctors: this is the high season of snake-oil salesmen selling bogus tonics off a cart to punters who crave an easy solution to problems of great subtlety and nuance. The desire for simplicity is a natural human instinct. Confronted by the kaleidoscopic multiplicity of contemporary life, we heed those who promise to make everything better with the flourish of a wand. But one of the tasks of true leadership – in all fields – is to explain that simplicity is not always possible, decreasingly so.

It is part of the maturation of our species that we accept that immigration is not the cause of our social ills, that the Earth is not (as a growing number of people believe) flat, and that carrot juice absolutely cannot cure cancer. It is time to put aside childish things."

https://www.theguardian.com/commentisfree/2018/jul/22/snake-oil-medicine-politics-andrew-wakefield

Bereicherung: Eine Kritik der Ware (German) Hardcover – 1 Jul 2018

Enrichissement: Une critique de la marchandise Broché – 2 février 2017

by Luc Boltanski (Author), Arnaud Esquerre 

Highly recommended reading. Book review in German:

http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/buecher/rezensionen/theorie-des-reichtums-von-luc-boltanski-und-arnaud-esquerre-15691108-p2.html

Philosophie der Modernen Kunst: T.W. Adorno

Tonaufnahme der 10. Lesung der Vorlesungsreihe von Konrad Paul Liessmann (2011)

Philosophische Audiothek: 

https://audiothek.philo.at/podcasts/vo-philosophie-der-modernen-kunst-ws11

quote (au translation):

"Art as part of a culture industry [Kulturindustrie] contributes to a blinding of the audience which no longer allows them to see the truth of things, to become aware of the truth of their own existence, or to become aware of the truth of the society they live in. Art thus is part of a nebulous veil, which prevents -and which is supposed to prevent- human beings from becoming aware of their own situation - an industry of entertainment and distraction, which contradicts the intention of art, if, and on this Adorno insists, art in some way or another is or must be concerned with truth.

When art is industrialised [...] and becomes merely a segment of an entertainment industry, then it can no longer be an expression of truth, but has per definitionem the character of A LIE."

Paul Liessmann

Adorno's conception of art

Erschütterungen: Literatur und Globalisierung unter dem Diktat von Markt und Macht

Taschenbuch – 19. Mai 2017

von Norbert Niemann (Autor)

Digitalisierung, Globalisierung und die alles dominierende Marktideologie haben ein Netz von Abhängigkeiten geschaffen, das so unüberschaubar geworden ist, dass der Mensch an die Grenzen seines Fassungsvermögens stößt. Ohne feste Bezugspunkte findet sich der Einzelne wieder in einer von Rissen und Abgründen dominierten Welt. Dieses Gefühl der Verwirrung, des Abgehängtseins, droht umzuschlagen in Primitivismus, der je nach Ausgangslage animistische, nationalistische, rassistische oder religiös fundamentalistische Züge aufweist – mit entsprechenden Konsequenzen für das Realitätsbild, die Daseinsentwürfe und das soziale Miteinander der Menschen.
Nicht so in der Literatur. Was uns zu schaffen macht, ist vor allem, dass wir das Gefühl, das uns zu überwältigen droht, nicht fassen, nicht artikulieren können. Was ist es genau, das diese Haltlosigkeit hervorruft? Was weckt in uns das Gefühl der Isolation? Die Literatur aber ist nach wie vor in der Lage, zum Kern der Dinge vorzudringen, indem sie eine Sprache für sie (er)findet. Indem der Schriftsteller Norbert Niemann die Literaturen der Welt betrachtet, eröffnet er auch uns die Möglichkeit, die Welt, wie sie sich uns darbietet, etwas besser zu fassen zu bekommen.

A podcast reporting on the new phenomenon and rise of 'Art Malls' in China: 

http://www.deutschlandfunkkultur.de/art-malls-in-china-kunst-als-konsumanreiz.1013.de.html?dram:article_id=392946

The Paradox of Authenticity

Authenticity is celebrated in popular culture yet derided by philosophers. What is the future of this contested concept?

Alessandro Ferrara | Professor of Political Philosophy at the University of Rome

https://iainews.iai.tv/articles/the-paradox-of-authenticity-auid-922

We recommend reading the full text. Quotes from this article:

"[...] Management and marketing's hijack of authenticity [...] Like in a parody of the 1960's counterculture of free love and sexual liberation turning into the commercialization of sex and the promiscuity of the club-privé for swingers, so the antagonistic valence of authenticity [3] fades into the mainstreaming of authenticity in the service of corporate profit.[...] authenticity turns into inauthenticity. This deprives authenticity of its oppositional sting or, drawing on Girard, reduces authenticity to the “mimetic” desire to be what everybody considers desirable to be.[...] If authenticity makes any sense, it must be predicated of a subject, individual or collective, capable of unity. [...] the disfiguring of authenticity by those who treat it as a tool for increasing profits. [...] Authenticity remains invaluable for designating the unity of the self without repression and violence."

 

http://www.kulturbuchtipps.de/archives/1809

Book Review

PHILIPP BLOM: „GEFANGEN IM PANOPTIKUM – REISENOTIZEN ZWISCHEN AUFKLÄRUNG UND GEGENWART“

 

Taschenbuch: 96 SeitenVerlag: Residenz 

ISBN-10: 3701734186ISBN-13: 978-3701734184

April 18, 2017

Das Panoptikum ist eine englische Erfindung. Jeremy Bentham machte sich im 19. Jahrhundert Gedanken über Gefängnisse. Die optimale Gefängnis-Architektur ermöglichte die bestmögliche Überwachung der größtmöglichen Zahl von Gefangenen. Bentham nannte seine Erfindung passender Weise „Panoptikum“.

Es wurden nicht viele Panoptiken gebaut, und noch weniger Exemplare sind heute noch erhalten. Philipp Blom hat ein solches Panoptikum auf Kuba entdeckt, es ist das halb zerfallene Presidio Modelo, in dem einst auch Fidel Castro einsaß, bevor er die Kubanische Revolution initiierte. Die in einem weiten Rund angeordneten Zellen waren zum Mittelpunkt des Kreises hin offen und nur durch Gitter gesichert. In der Mitte dieses weiten Kreises stand ein Wachturm, der durch einen unterirdischen Gang zugänglich war und von dem aus ein unsichtbarer Wächter jederzeit in alle Zellen schauen und deren Insassen kontrollieren konnte.

Was sich wie eine sadistische Allmachtfantasie anhört, ist heute in digitaler Form Wirklichkeit geworden. In den sozialen Medien und im Internet insgesamt hinterlassen wir ständig Spuren, sind sichtbar für alle, die es wollen. Wir leben in gläsernen Verhältnissen, Transparenz ist die Grundvoraussetzung der schönen digitalen Welt, und unsere Daten sind das Kapital, mit dem wir zahlen.

[...] Blom zieht eine Bilanz der zweihundertjährigen Geschichte der Aufklärung und konstatiert, dass wir uns seit einiger Zeit auf einem Weg befinden, der uns immer weiter von den Zielen der Aufklärung – so unter Anderem den Austritt des Menschen aus deiner selbstverschuldeten Unmündigkeit – wegführt. Was ist geschehen?

 

[...] Wir werden zugeschüttet mit Informationen, und wir sind immer weniger in der Lage, die Spreu vom Weizen zu trennen, das Wichtige vom Unwichtigen zu unterscheiden, und für uns selbst zu entscheiden, was wir eigentlich wollen. „Was aussieht wie die rationale Entscheidung eines informierten Konsumenten, ist tatsächlich das Resultat lebenslanger, engmaschiger Verführungsstrategien.“

Dabei ist Blom vollkommen klar, dass die Welt des Konsums „eine totale Missgeburt [ist], das Resultat einer schrecklichen Paarung von Staatsreligion und industrieller Massenproduktion“. Seitdem der neoliberale Turbo-Kapitalismus nach dem Zusammenbruch des Kommunismus und der sozialistischen Staaten immer mehr an Fahrt aufgenommen hat, werden wir immer mehr zu freiwilligen Insassen eines riesigen globalen Shopping-Panoptikums. Die Türen sind nicht verschlossen, doch wir denken gar nicht daran, unsere schönen und bequemen Zellen zu verlassen [...]

 

“ Das kapitalistische System existiert längst nicht mehr außerhalb unserer selbst, wir haben es längst inkorporiert, es verinnerlicht und zum Zentrum unseres eigenen Denkens und Handelns gemacht. Keine Zeit vor uns war perfekter an das System angepasst, keine Generation war williger ein Teil der globalen Maschinerie der Warenströme. [...]

„Viertausend Jahre organisierte Religion, vierhundert Jahre Aufklärung – und wir verhalten uns im Kollektiv noch immer genau wie Bakterien. Ein Organismus breitet sich aus, weil er kann, weil er einen evolutionären Vorteil hat, weil er stärker ist.“ Dabei wissen wir ganz genau, dass die fundamentalen Glaubenssätze unserer Konsum-Religion vom unbegrenzten Wachstum nicht mehr stimmen, und wir wissen, dass der Mythos vom ewigen Fortschritt eine Lüge ist. Es wäre also auch unsere Aufgabe, ein Umdenken in Gang zu setzen, die Maschine abzubremsen, die Geschichte umzudenken. Nur so können wir dem drohenden und sehr realen Untergang vielleicht noch entkommen [...]

Info-Aesthetics 

Bloomsbury Academic (31 Mar. 2010) 

by Lev Manovich 

In his newest book, "Info-Aesthetics", world-renowned software studies expert Professor Lev Manovich investigates the ways in which the shift from an industrial to information society has resulted in new aesthetic sensibilities and representations. In doing so, he poses the following questions: does new media represent a 'new avant-garde' of information; how can an information society be represented iconically if the activities that define it are all so dynamic; and, what are the cultural consequences of extending the internet into the physical world. He answers these hot button questions by focussing on the underlying engine driving the current aesthetization of information: software. Akin to the combustion engine making industrial society possible, Manovich demonstrates that software similarly enables information society and that it is in software that the new cultural logic manifests itself most clearly. A cutting-edge and systematic examination of contemporary culture, "Info-Aesthetics" acknowledges software as a critical societal force and successfully establishes it as a key subject for study and discussion.

 

$400m for a Leonardo da Vinci. 

The record sale of ‘Salvator Mundi’ is a symptom of a market that has lost its bearings

https://www.ft.com/content/6d342fca-db4a-11e7-a039-c64b1c09b482

Boom amid the bust: 10 years in a turbulent art market

 

"The top end [of the art market]has exploded, fuelled by the battle of billionaires to acquire trophy works by a few ‘brand name’ artists."

"In the past decade and even more so in the past five years, a major stimulus, mainly for the high end, has been the financialisation of the market. Investment in art and art-secured lending are now big business — there are at least 20 players in the art-lending field, and the investment aspect is growing as well. The canary in the mine here is the astonishing development of free ports and art storage facilities, a business that Tom Sapienza, executive director of storage company Arcis, estimates at $2bn a year. Works bought solely for investment, or those taken as collateral against loans, often end up in crates behind their armoured doors.

https://www.ft.com/content/9c5e3fe8-85ea-11e8-9199-c2a4754b5a0e

'Our minds can be hijacked': the tech insiders who fear a smartphone dystopia

Google, Twitter and Facebook workers who helped make technology so addictive are disconnecting themselves from the internet. Paul Lewis reports on the Silicon Valley refuseniks alarmed by a race for human attention

https://www.theguardian.com/technology/2017/oct/05/smartphone-addiction-silicon-valley-dystopia

Mapping The Art World -Then & Now

Alfred H. Barr, Development of Abstract Art (1935),

George Maciunas, Expanded Arts Diagram (1966),

William Powhida, A Guide to the Market Oligopoly System (2010):

http://www.dorothybarenscott.com/http/wwwdorothybarenscottcom/rothybarenscott.com/2010/10/mapping-art-world-then-and-now.html

After the Contemporary:

http://williampowhida.com/wordpress/

highly recommended, sadly only available in German:

Erziehung zur Mündigkeit

Gespraech mit Theodor W. Adorno. 1969

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Die Vereindeutigung der Welt: Über den Verlust an Mehrdeutigkeit und Vielfalt.

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by Thomas Bauer (Author)

Wie frei ist die Kunst?: Der neue Kulturkampf und die Krise des Liberalismus 

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